Atemgating mit „Strahlentherapie bei tiefer Einatmung”

Gefahr für Herz und Lunge

Für die Bestrahlung in der Brustregion ergibt sich die Herausforderung, dass die Lage der inneren Organe (Herz, Lunge) sich während der Atmung verändert.

Die Strahlung erreicht auch die Organe hinter dem Brustkorb.

So liegen dann bei der Bestrahlung der linken Brust oder der Lymphknoten hinter dem Brustbein teilweise Herzareale im Strahlenfeld.

Risiko für chronische Nebenwirkungen durch Atemgating senken:

Um das Risiko für chronische Nebenwirkungen möglichst gering zu halten muss darauf geachtet werden, dass das Herz und die Lunge so gut wie möglich geschont werden.

Um dies zu erreichen, wird die atemgesteuerte Strahlentherapie (sogenanntes Atemgating) eingesetzt.

Sie ermöglicht es, die Strahlenbelastung für die Herzvorderwand zu vermeiden oder wesentlich zu reduzieren.

Deep inspiration breathhold

Die zur Anwendung kommende Technik der „Strahlentherapie bei tiefer Einatmung” („deep inspiration breathhold”, DIBH) reduziert ein späteres Risiko für eine ischämische Herzerkrankung somit erheblich.

Die Bestrahlung erfolgt ausschließlich kontrolliert in tiefer Einatmung.

Bei dieser Technik wird der Effekt ausgenutzt, dass bei der größeren Lungenfüllung das Herz sich von der Brustwand entfernt.

Dadurch ist gewährleistet, dass die Gesamtdosis am Herzen signifikant reduziert werden kann.

Eine deutliche Schonung des Herzens und der brustwandnahen Koronararterie wird dadurch erreicht.

Diese Technik kann zudem die Organbelastung der Lunge verringern.

Studie zum Atemgating

Dr. Harriet Eldredge-Hindy von der Thomas Jefferson University in Philadelphia (USA) und ihr Forscher-Team empfehlen diese spezielle Atemtechnik – um Herzschäden zu senken

Sie führten die bislang größte wissenschaftliche Studie zur Frage durch, ob gezieltes Luftanhalten während der Bestrahlung die Gefahr fürs Herz verringern kann.

Von 2002 bis 2011 nahmen insgesamt 112 Patientinnen mit Krebserkrankungen der linken Brust an der Studie teil.

86 von ihnen erhielten sowohl Bestrahlungen bei normaler Atmung als auch mit besagter Atemtechnik.

Die Strahlenbelastung fürs Herz konnte auf diese Weise in der Studie um durchschnittlich über sechzig Prozent reduziert werden.

Das Risiko für die koronare Herzkrankheit lag nach 8 Jahren bei nur 1,4 Prozent, nach zehn Jahren bei 3,6 Prozent.

Ohne Atemtechnik während der Strahlentherapie steigt das Herz-Kreislauf-Risiko von Brustkrebspatientinnen um 7,4 Prozent pro Gray Strahlung, die das Herz trifft.

Dauerhafte Heilung

Zusätzlich waren neunzig Prozent der Patientinnen, die während der Strahlentherapie diese Atemtechnik anwandten, danach dauerhaft von Brustkrebs befreit.

Die Überlebensrate lag bei 96 Prozent, was bedeutet, dass die schonende Bestrahlung mit Atempausen keinerlei Nachteile bietet – im Gegenteil!

Meine Therapie:

Ich habe diese Bestrahlungstechnik erhalten und hatte danach (außer starker Verbrennungen, Grad 3) keinerlei Schädigung des Herzens oder der Lunge.

Die Definition für Verbrennung 3.Grades lautet: schwarz-weiß-Nekrosen, keine Schmerzen, da Nervenendigungen zerstört. Dermis und Subkutis betroffen, irreversibel.

Trotz dieser Definition, bei der man auch das Wort irreversibel findet, konnte ich innerhalb der nächsten 3 Monate alle Schäden reparieren.

Ich kann nicht genau sagen, wie ich das geschafft habe.

War es die Ernährung? Waren es die zugeführten Enzyme? Waren es die zusätzlichen Heilmethoden meines Heilpraktikers? Oder alles zusammen?

Auf jeden Fall war es selbst für die Ärzte der Strahlenklinik nicht erklärbar und ein „Phänomen“.