Lauf deinem Krebs davon! Geht das denn so einfach?

Einfach ist es nicht, denn wer kann seinen eigenen Schweinehund „einfach“ überwinden?

Trotzdem lohnt es, sich aufzuraffen und aktiv zu werden.

Welche Sportart hilft am besten?

Tatsächlich hat man herausgefunden, dass Joggen die Sportart mit der positivsten Auswirkung ist.

90 Minuten pro Woche reduzieren das Risiko, an Krebs zu erkranken, einen Rückfall zu erleiden oder eines schweren Verlaufs.

Sicher trägt auch noch die Tätigkeit an der frischen Luft dazu bei. Viel Sonne und Sauerstoff haben ebenfalls einen positiven Einfluss.

Joggen versus antihormonelle Therapie

Joggen senkt nachweislich den Östrogenspiegel und kann somit die gleiche Wirkung entfalten wie eine medikamentöse, antihormonelle Therapie.

Frauen mit einem hohen Östrogenspiegel haben ein deutlich höheres Rückfallrisiko wie Frauen mit einem niedigen Östrogenspiegel.

Und joggen hat keine Nebenwirkungen, kostet nicht viel und kann immer und überall praktiziert werden.

Joggen gegen Fatigue

Eine bekannte Nebenwirkung der Bestrahlung ist die Fatigue, die bleiernde Müdigkeit, die sich während der Behandlung und auch danach einstellt.

Durch regelmäßiges joggen konnte ich diese Nebenwirkung auf ein Minimum reduzieren. Aber aufpassen! Hier ist maßvoller Sport gefragt. Eine übermäßige Belastung kann die Wirkung in das Gegenteil umkehren. Oftmals ist dann walken besser.

Es war nicht immer einfach, trotz Müdigkeit oder Schmerzen die Laufschuhe anzuziehen und los zu rennen. Aber wenn man sich verdeutlicht, was die Alternativen sind, dann wird es immer einfacher. Und irgenwann kann man nicht mehr anders: Dann muss man joggen, um sich wohl zu fühlen.

Joggen gegen Übergewicht

Ein weiterer positiver Effekt ist die Bekämpfung von Übergewicht.

Übergewicht und Fettleibigkeit sind weitere Risikofaktoren bei Krebs. Je Normalgewichtiger man ist, umso eher hat man die Chance, nicht an Brustkrebs zu erkranken. Oder keinen Rückfall zu erleiden.

Langsam und maßvoll

Mein größter Fehler war, dass ich zu schnell zu viel wollte. Ich kam dann sofort an meine Grenzen und die Puste ging mir aus. Das hat keinen Spaß gemacht.

Erst als ich das Tempo fast auf „Walking-Niveau“ reduziert hatte, ging es besser.

Jetzt schaffe ich schon einen Halbmarathon. Das fühlt sich gut an.

Ich wünsche Euch viele schöne, sportliche Stunden in der Natur und dass ihr einer gesunden Zukunft entgegenlauft.