von Gesund gegen Brustkrebs | Okt. 21, 2021 | Allgemein, Alternative Heilmethoden, Ernährung |
Gerade Frauen mit einem hormonabhängigen Brustkrebs müssen ihren Östrogenspiegel senken.
Es gibt neben der Hormontherapie auch natürliche Wege, um dies zu erreichen.
Die Ernährung
Darmbakterien produzieren und kontrollieren Hormone.
Ein gesunder Hormonhaushalt hängt somit von einer gesunden Darmflora ab.
Und diese wiederum hängt von den Lebensmitteln ab, die wir essen.
Besonders hormonsenkend wirken alle Kreuzblütler wie Brokkoli, Blumenkohl oder Grünkohl.
Leinsamen können besonders vorteilhaft sein. Zusätzlich zu Polyphenolen enthalten sie auch Lignane, welche den Effekten von Östrogen im Körper entgegenwirken und die Östrogenproduktion beeinträchtigen können.
Da die Leber dafür zuständig ist, Östrogen im Körper umzuwandeln und abzubauen, kann eine gesunde Leber dabei helfen, den Östrogenspiegel zu senken. Daher können schwefelhaltige Lebensmittel wie Zwiebeln, Blattgemüse, Knoblauch und Zitrusfrüchte den Östrogenspiegel senken, weil sie bei der Leberentgiftung helfen
Granatäpfel und grüner Tee enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe, die östrogensenkend wirken.
Ebenfalls sollte man viele Ballaststoffe essen, da diese helfen, zu viel Östrogen schnell aus dem Körper zu transportieren.
Sport
Insbesondere moderater bis hochintensiver Sport senkt den Östrogenspiegel.
Schlaf
Melatonin hilft dabei, den Körper vor einer Östrogendominanz zu schützen.
Ausreichend Schlaf ist daher wichtig.
Entspannung
Um mit Stress zurechtzukommen, verbrennt der Körper große Mengen an Progesteron und bildet Cortisol, das Stresshormon.
Ein Nebeneffekt dieses Prozesses ist ein relativer Überschuss an Östrogen.
Daher sollte man entschleunigen und Stress vermeiden.
Ich habe mich gegen eine Hormontherapie entschieden, da ich nur ein 1% geringeres Rezidivrisiko hätte.
Diese Entscheidung habe ich zusammen mit meinem Onkologen getroffen und habe sehr sorgfältig die Risiken und den Nutzen gegeneinander abgewogen.
Daher halte ich mich aber auch sehr streng an mein Ernährungsplan und an meine wöchentlichen Laufeinheiten.
Nur bei der Stressreduzierung bin ich nicht sehr gut. Das ist noch ausbaufähig.
von Gesund gegen Brustkrebs | Juni 6, 2021 | Allgemein, Fitness |
Lauf deinem Krebs davon! Geht das denn so einfach?
Einfach ist es nicht, denn wer kann seinen eigenen Schweinehund „einfach“ überwinden?
Trotzdem lohnt es, sich aufzuraffen und aktiv zu werden.
Welche Sportart hilft am besten?
Tatsächlich hat man herausgefunden, dass Joggen die Sportart mit der positivsten Auswirkung ist.
90 Minuten pro Woche reduzieren das Risiko, an Krebs zu erkranken, einen Rückfall zu erleiden oder eines schweren Verlaufs.
Sicher trägt auch noch die Tätigkeit an der frischen Luft dazu bei. Viel Sonne und Sauerstoff haben ebenfalls einen positiven Einfluss.
Joggen versus antihormonelle Therapie
Joggen senkt nachweislich den Östrogenspiegel und kann somit die gleiche Wirkung entfalten wie eine medikamentöse, antihormonelle Therapie.
Frauen mit einem hohen Östrogenspiegel haben ein deutlich höheres Rückfallrisiko wie Frauen mit einem niedigen Östrogenspiegel.
Und joggen hat keine Nebenwirkungen, kostet nicht viel und kann immer und überall praktiziert werden.
Eine bekannte Nebenwirkung der Bestrahlung ist die Fatigue, die bleiernde Müdigkeit, die sich während der Behandlung und auch danach einstellt.
Durch regelmäßiges joggen konnte ich diese Nebenwirkung auf ein Minimum reduzieren. Aber aufpassen! Hier ist maßvoller Sport gefragt. Eine übermäßige Belastung kann die Wirkung in das Gegenteil umkehren. Oftmals ist dann walken besser.
Es war nicht immer einfach, trotz Müdigkeit oder Schmerzen die Laufschuhe anzuziehen und los zu rennen. Aber wenn man sich verdeutlicht, was die Alternativen sind, dann wird es immer einfacher. Und irgenwann kann man nicht mehr anders: Dann muss man joggen, um sich wohl zu fühlen.
Joggen gegen Übergewicht
Ein weiterer positiver Effekt ist die Bekämpfung von Übergewicht.
Übergewicht und Fettleibigkeit sind weitere Risikofaktoren bei Krebs. Je Normalgewichtiger man ist, umso eher hat man die Chance, nicht an Brustkrebs zu erkranken. Oder keinen Rückfall zu erleiden.
Langsam und maßvoll
Mein größter Fehler war, dass ich zu schnell zu viel wollte. Ich kam dann sofort an meine Grenzen und die Puste ging mir aus. Das hat keinen Spaß gemacht.
Erst als ich das Tempo fast auf „Walking-Niveau“ reduziert hatte, ging es besser.
Jetzt schaffe ich schon einen Halbmarathon. Das fühlt sich gut an.
Ich wünsche Euch viele schöne, sportliche Stunden in der Natur und dass ihr einer gesunden Zukunft entgegenlauft.